Projekt für Kinder: Wir bauen einen Morsetelegrafen

von DK5EI

Bei öffentlichen Amateurfunkveranstaltungen und Präsentationen unseres Hobbys in der Öffentlichkeit zeigen gerade Kinder und junge Jugendliche ein besonderes
 Interesse am Morsen. Sei es ihr Erstaunen, dass es sowas, von dem sie vielleicht einmal gehört hatten, wirklich (noch) gibt, oder sei es die starke kindliche Neugierde, etwas Neues, vielleicht Geheimnisvolles näher kennen zu lernen und sogar selbst ausprobieren zu können, all dies ist Grund genug, ein solches Bastelprojekt wie dieses anzubieten!

 Children's project: We build a Morse telegraph

by  DK5EI


At public amateur radio events and presentations of our hobby in public, especially children and young people show a special

 interest in Morse code. Whether it is their astonishment that something they may have heard of before actually (still) exists, or whether it is the strong childlike curiosity to get to know something new, perhaps mysterious, in more detail and even to be able to try it out for themselves, all this is reason enough to offer such a craft project like this


Die besonderen Schwierigkeiten bei einem solchen „öffentlichen“ Bastelprojekt liegen in :

  1. dem nur vage vorhersehbaren Bedarf an Bastelmaterialien, 
  2. die auch noch möglichst günstig zu beschaffen sind, will man darauf verzichten, das Budget der Kinder zu belasten
  3. der Reduktion auf altersgemäße Anforderungen beim Aufbau eines solchen Telegrafen; die dabei verlangten Fertigkeiten (z.B. verdrahten, löten, abisolieren) und kognitiven Fähigkeiten (grundlegendes Schaltungsverständnis)

Bei meinen Entwurf handelt es sich um eine einfache Parallelschaltung von zwei Tastern (an entgegengesetzten Enden um einige Zentimeter hochgebogene Abheft-Deckstreifen), die an die beiden in Reihe geschalteten Bauteile Batterie und Buzzer angeschlossen werden. Diese sogenannte „Oderschaltung“ dürfte den meisten Fünft- und Sechstklässlern aus dem Physikunterricht bekannt vorkommen. Die Anordnung von zwei entgegengesetzten „Morsetasten“ ermöglicht das Morsen von zwei sich gegenüber sitzenden „Telegrafisten“ im Simplex -Telegrafiemodus (Wechselsprech-Modus). Ernsthaftes Üben im Geben und Aufnehmen von Morsezeichen wäre also mit diesem Aufbau auch möglich!

Bei jedem Aufbauschritt dürfte die helfende Unterstützung durch den Projektleiter unverzichtbar sein. So kann jeder der Kinder zu einem erfolgreichen Projektergebnis kommen.

Benötigt werden nur sehr wenige Bauteile: 1 Brettchen (ca. 90x95mm), ca. 20cm Schaltlitze, 2 sogenannte Deckstreifen (Metall) aus Schnellhefter, 6 Reißzwecken (blank, ohne Kunststoff), eventuell 2 x 1 Cent- oder 2 Centstück (als Tastknopf), 1 Knopfzelle 3V (CR2032), 1 Aktiver Buzzer 3,5-5V. Als Werkzeuge werden ein Hammer, ein Seitenschneider bzw. alte Schere, ein Taschenmesser oder Cuttermesser oder Schleifpapier zum Entfernen der Lackschicht auf den Enden der Heftstreifen, um so den elektrischen Kontakt zu ermöglichen, etwas Lötdraht, etwas Tesafilm (Befestigung der Batteriekontakte) und eine Heißklebepistole.

Die folgende Faustskizze enthält alle wichtigen Hinweise zum Aufbau des Morsetelegrafen:

Die Litze wird vorab in zweimal 3 Drahtstücke von ca. 4,5 cm geschnitten und ein Ende der 3 Drähte abisoliert und miteinander verlötet. Die anderen Enden werden beidseitig zu den Reißzwecken und dem Pol von Batterie und Buzzer gelegt, vorsichtig gekürzt („dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz“), abisoliert und um den Stift der Reißzwecke gewickelt. Alle Kontaktstellen können danach noch verlötet werden (Kontaktsicherheit). Danach werden die Deckstreifen an den Enden sorgfältig vom Lack befreit.

 Beachten Sie, dass sich die Tastknöpfe und Arbeitskontakte an entgegengesetzten Enden der beiden Deckstreifen befinden, und die Reißzwecken dort unter dem Deckstreifen einzuschlagen sind, während an den anderen beiden Enden die Reißzwecken über dem Deckstreifen zur Befestigung des „Tastenhebels“ einzudrücken sind. Die Praxis hat gezeigt, dass hier für eine bessere Fixierung des Deckstreifens eine zweite Reißzwecke durch das Metall hindurch (Hammer) anzubringen ist. Die Befestigung der Batteriekontakte verlangt eine "Sonderbehandlung", denn sie lassen sich nicht anlöten. Als einfachste Lösung werden die zugeführten und abisolierten Litzendrähte mit Tesafilm, Krepp- oder Isolierband umwickelt, etwas "professioneller" in der Optik sind Klebepads (hier z.B. Filzgleiterpads). Wichtig ist dabei eine gute Klebkraft. Buzzer und Batterie werden anschließend noch mit einer Heißklebepistole lagerichtig auf dem Brettchen fixiert. Wenn gewünscht kann man noch 2 Tastenknöpfe anbringen (hier z.B. 2 Geldstücke). Wenn alles richtig verdrahtet ist, kann der Morsebetrieb beginnen! 
Aber Achtung! Unser Publikum sind Kinder.  Spaß und Neugierde sollen ganz oben stehen und keine ernsthafte "Morseausbildung".
Hauptziel ist es, den Kinder eine grundlegende Vorstellung vom Morsen zu geben, damit sie nachhaltig etwas mit diesem Begriff verbinden können. Nur so kann diese Kunstfertigkeit auch zukünftig überleben! Und vielleicht ist ja der eine oder andere ein zukünftiger  CWist im späteren Leben.


My design is a simple parallel circuit of two pushbuttons (filing strips bent upwards by a few centimeters at the opposite ends) connected to the two series-connected components battery and buzzer. This so-called "Oder circuit" is probably familiar to most fifth and sixth grade students from physics class. The arrangement of two opposing "morse keys" allows two "telegraphists" sitting opposite each other to send Morse code in simplex telegraphy mode (intercom mode). Serious practice of sending and receiving Morse code would therefore also be possible with this setup!
At each construction step the helping support of the project leader is probably indispensable. This way, every child can achieve a successful project result.
Only very few components are needed: 1 small board (approx. 90x95mm), approx. 20cm stranded wire, 2 so-called cover strips (metal) from fast staplers, 6 thumbtacks (blank, without plastic), possibly 2 x 1 cent or 2 cent pieces (as push button), 1 button cell 3V (CR2032), 1 active buzzer 3.5-5V. Tools needed are a hammer, a pair of side cutters or an old pair of scissors, a pocket knife or a cutter knife or sandpaper to remove the varnish layer at the ends of the binder strips to allow electrical contact, some soldering wire, some tape (to fix the battery contacts) and a hot glue gun.
The following fist sketch contains all the important details for building the Morse telegraph:
The stranded wire is first cut into two times 3 pieces of wire about 4.5 cm long, one end of the 3 wires is stripped and soldered together. The other ends are placed on both sides of the thumbtacks and the battery and buzzer poles, carefully shortened ("cut three times and still too short"), stripped and wrapped around the pin of the thumbtack. All contact points can still be soldered afterwards (contact security). Then carefully remove the paint from the ends of the cover strips.
It should be noted that the pushbuttons and the working contacts are located at the opposite ends of the two cover tapes and the thumbtacks must be driven in there under the cover tape, while at the other two ends the thumbtacks must be driven in above the cover tape in order to fasten the "pushbutton lever". Practice has shown that a second thumbtack must be applied here through the metal (hammer) for better fixing of the cover strip. The fixing of the battery contacts requires a "special treatment", because they cannot be soldered. The simplest solution is to wrap the supplied and stripped stranded wires with adhesive tape, crepe tape or insulating tape, somewhat more "professional" are adhesive pads (here e.g. felt gliders). It is important to have a good adhesive strength. The buzzer and the battery are then glued together with a hot glue gun to the right place on the board. If desired, 2 buttons (here e.g. 2 coins) can still be attached. If everything is wired correctly, Morse operation can begin!  
But be careful! Our audience are children.  Fun and curiosity should be in the foreground, not serious "Morse code training".
The main goal is to give the children a basic idea of Morse code so that they can associate something with this concept in the long term. Only in this way can this art survive! And maybe one or the other will become a CWist later on.

DIY Simplex Morse Telegraph for Kids by DK5EI
DIY Project for Kids: "simple Morse Telegraph for Kids" by DK5EIs
Hand Morse Key Swiss-Italian Style, made by DK5EI

Emil - meine Handtaste im Selbstbau

von DK5EI

Meine Morsetaste soll für die Praxis taugen und obendrein auch ästhetisch anzuschauen sein. In der "Morsezeit" gab es unzählige Morsetasten in den verschiedensten optischen Ausführungen, der mechanische Aufbau war jedoch bei vielen sehr ähnlich. Auf beides kann der Selbstbauer zurückgreifen, das Rad muss nicht neu erfunden werden. Dem Durchschnitts-Hobbybastler stehen jedoch in der Regel nur begrenzte Möglichkeiten der Umsetzung zur Verfügung: Was nicht machbar ist, muss anderweitig gelöst werden. Was nicht passt, muss passend gemacht werden. 
Inspirationen fand ich bei den alten schweizer Post- und Armee- Morsetasten. Ihr ansprechendes, klassisches Design wurde über viele Jahrzehnte von ihren Herstellern beibehalten. Es gefällt mir besonders gut. In ihrem mechanischen Aufbau gleichen diese Tasten sehr vielen Anderen: Der Tastenhebel ruht zwischen zwei seitlichen Backen mit den Achslagern für die Drehachse, welche quer durch den Tastenarm geht. Statt Kugellager fertige ich einfache Körnerlager an. Ihre Reibungskräfte sind für unseren Zweck ausreichend gering. Außerdem sind sie, anders als Kugellager, kostenlos. Die Enden der Drehachse sind zu Kegelspitzen geformt, die in hohlkegelförmigen Vertiefungen der beidseitigen Stellschrauben, den Gegenlagern, ruhen. Mit diesen lässt sich auch der Druck auf die Achse einstellen.
Tasten dieser Bauart haben üblicherweise zwei weitere Einstellmöglichkeiten:

  • Die verstellbare Hubhöhe ( = Abstand der Arbeitskontakte in der Ruheposition) mittels einer Stellschraube mit Rändelmutter am hinteren Ende des Tastenhebels
  • Der verstellbare Widerstand des Tastenhebels beim Drücken des Tastenknopfes durch Regulierung der Federkraft einer in der Nähe der Drehachse hinten angebrachten Zugfeder. Diese ist an einem in der Höhe frei beweglichen Stift mit einer Fixiermutter  eingehängt. Diese Konstruktion zieht den Tastenarm hinten mehr oder weniger stark nach unten in die Ruheposition.


Das Foto oben zeigt das erste Ergebnis meiner "Bastelei", den Prototypen, den ich wegen Materialmangel aus miteinander verklebten 10x10 mm Aluminium Vierkant- Stangenmaterial zusammengesetzt hatte.
Dieses Erstexemplar diente mir zur Überprüfung der Maße, der Bohrpositionen et cetera.

Ich verwendete nur wenige Grundmaterialien für den Bau der Taste: Ein paar Edelstahlschrauben und -muttern, Aluminium Stangen- und Blechmaterial, ein Stück Besenstiel für den Tastenknopf, Holz für die Grundplatte und eine Handvoll Rändelmuttern. Säge, Feile, Raspel, Bohrmaschine mit Bohrständer, Schleifpapier und Gewindeschneider, die Schieblehre! sind die Hauptwerkzeuge. Die weiteren Fotos zeigen das geeignete Material, Prototyp zusammmengebaut und komplett zerlegt,
Materialliste 
1 x Grundplatte Holz 12 x 6 x 2 cm (Buche oder ähnlich hart) 
1 x Federstahl Zugfeder beidseitig mit Ösen: 
Bei der Auswahl auf eine geeignete Federsteifigkeit/ Federkraft achten (Funktion: Zugfeder für den Tastenhebel). Sie wird größer mit 
a) Zunahme des Drahtdurchmessers (d), 
b) Abnahme des Windungsdurchmessers (DE) 

c) Abnahme der federnden Windungen (n)

2 x Rändelmutter dk 20mm, niedrige Form, Edelstahl DIN 467 M6 

1 x Rändelmutter niedrig, dk 12mm, Edelstahl DIN 467 M4

1 x Rändelmutter dk 20mm, hohe Form, Edelstahl DIN 466 M6 
3 x Schlossschrauben dk 15,45mm, Edelstahl A2 DIN 603 M6x40 
3 x Sechskantmuttern, Edelstahl A2 DIN 934 M6 
2 x Senkkopfschrauben M4x2
 Ein paar Edelstahlschrauben M4 (Kopf egal) zum Absägen oder Gewindestange M4 (Edelstahl) zur Gewinnung von ca. 13,5 cm Gewindestangenmaterial 
(Rändelmuttern, Schlossschrauben ca.1€/ Stück) 
Aluminium (bestellte Menge reicht für mehrere Tastenprojekte):
1 x Aluminium Flachstange Alu Flachmaterial Vierkant

Abmessung: 20x10mm ; meine Wahl: Länge: z.B. 750mm (~ 8,50€)
1 x Aluminium Blech Stärke 10mm AlMg3 AW-5754 Platte Zuschnitt Alu
;
meine Wahl: Länge: 75x200mm  (~11€) 

Emil - my do-it-yourself hand key

by DK5EI

My Morse key should be practical and aesthetic. In the "Morse era" there were countless Morse keys in the most diverse optical designs, but the mechanical construction was very similar in many. The hobbyist can fall back on both, the wheel does not have to be reinvented. However, the possibilities of implementation for the average hobbyist are usually limited: What doesn't work must be solved differently. What does not fit must be made to fit. 
The old Swiss postal and army morse keys served as my source of inspiration. Their appealing, classic design has been retained by manufacturers for many decades. I particularly like it. In their mechanical construction, these keys are very similar to many others: The key lever rests between two lateral jaws with the axle bearings for the axis of rotation running across the key arm. Instead of ball bearings, I use simple ball bearings. Their frictional forces are low enough for our purpose. Also, unlike ball bearings, they are free. The ends of the rotary axis are formed into tapered points, which rest in hollow tapered recesses of the set screws on both sides, the counter bearings. These can be used to adjust the pressure on the axis.
Knobs of this design usually have two other adjustment options:
The adjustable stroke height (= distance of the working contacts in rest position) by an adjusting screw with knurled nut at the rear end of the pushbutton.
The adjustable resistance of the pushbutton lever when the pushbutton is pressed by adjusting the spring force of a tension spring mounted at the rear near the axis of rotation. This is suspended from a pin that is free to move in height with a mounting nut. This construction pulls the key arm more or less strongly downwards at the rear into the rest position.

The photo above shows the first result of my "tinkering", the prototype, which I had glued together from 10x10 mm aluminum square rods due to lack of material. 
This first specimen served me to check the dimensions, the drilling positions etc..
I used only a few basic materials to build the knob: some stainless steel screws and nuts, aluminum rod and plate, a piece of broom handle for the knob, wood for the base plate, and a handful of knurled nuts. Saw, file, rasp, drill with drill stand, sandpaper and tap, the caliper! are the main tools. The other photos show the appropriate materials, the prototype assembled and completely disassembled, 
Material List 
1 x base plate wood 12 x 6 x 2 cm (beech or similar hard) 
1 x spring steel with eyelets on both sides: 
When choosing, please pay attention to a suitable spring stiffness (function: tension spring for the key lever). It increases with 
a) Increase of wire diameter (d), 
b) decrease in coil diameter (DE)
c) Number of coils (n)
2 x knurled nut dk 20mm, low form, stainless steel DIN 467 M6 
1 x knurled nut, low form, dk 12mm, stainless steel DIN 467 M4
1 x knurled nut dk 20mm, high form, stainless steel DIN 466 M6 
3 x carriage bolt dk 15.45mm, stainless steel A2 DIN 603 M6x40 
3 x hexagon nut, stainless steel A2 DIN 934 M6 
2 x countersunk screws M4x2
 Some stainless steel screws M4 (any head) to saw off or threaded rod M4 (stainless steel) to get about 13.5 cm of threaded rod material. 
(knurled nuts, carriage bolts approx.1€/each) 
Aluminum (ordered quantity is enough for several key projects)
1 x aluminum flat bar aluminum flat material square.
Dimension: 20x10mm; my choice: length: e.g. 750mm (~8.50€) 
1 X Aluminum sheet thickness 10mm AlMg3 AW-5754 sheet cut aluminum
My choice: Length: 75x200mm (~11€)

Ausgangsmaterial: Aluminiumstab und Aluplatte

bearings of DIY SWISS ARMY KEY by DL8ABH



 Werkarbeiten bergen immer ein gewisses Gefahrenpotential in sich. Daher mein ausdrücklicher Hinweis, dass mein Artikel keine Bauanleitung darstellt, sondern eine informative Projektdokumentation. Sollte jemand Informationen daraus für sein eigenes Projekt entnehmen, tut er es eigenverantwortlich aus freien Stücken. Ich schließe für diesen Fall jegliche Haftung für Schäden an Gesundheit, Leib und Leben sowie Sachen ausdrücklich aus. Die Sicherheitsvorschriften können im Internet nachgelesen werden (Stichwort: Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz,  Sicherheit im Werkraum – Umgang mit Werkzeugen) 



Work always involves a certain potential danger. Therefore my explicit note that my article is not a construction manual, but an informative project documentation. If someone should take information from it for his own project, he does it on his own responsibility of his own free will. In this case, I expressly exclude any liability for damage to health, life and limb and property. The safety regulations can be read on the Internet (keyword: protective measures at the workplace, safety in the workroom - handling tools).

my finished DIY product: The perfect handmade Morse Hand Key of classic SWISS design by DL8ABH

Das Endprodukt: Meine perfekte handgemachte Handtaste im "Swiss/ Italian Design"

EMIL- hand crafted Morse Key by DK5EI
EMIL-Morse Key by DK5EI


Mag. Loop ohne Schnick und Schnack  - eine alltagstaugliche Indoor- Sende-Empfangsantenne für 40m/30m/20m 

(Text und Fotos: DK5EI)


Mag. loop without frills - an indoor transmit/receive antenna for 40m/30m/20m suitable for everyday use 

        (Text and photos: DK5EI)

Homebrew Magnetic loop antenna 40,30, 20m band

Für Drahtantennen bietet die freie Natur eine günstige Umgebung, während im Innenbereich eine Magnetische Schleifenantenne (Magnetic Loop) die bessere Wahl sein kann.  Eine gut konstruierte Schleifenantenne hat folgende Merkmale:
gute Selektivität, Richtwirkung, guter Signal-Rausch-Abstand
(Signal-to-Noise Ratio), geringe Aufbauhöhe und Platzbedarf, die Fähigkeit, Wände zu durchdringen (Abstrahlung der magnetischen Komponente) und unter Berücksichtigung der Zusammenhänge von Einsatzfrequenz, Loopdurchmesser und Strahlerdicke auf den Highbands einen zufriedenstellenden Wirkungsgrad.
Die Erkenntnisse aus dem "H13 Magnetic Loop-Projekt (2019)" waren für den Selbstbau der nachfolgenden Loopantenne äußerst hilfreich und unerlässlich.
- Luftdrehkondensator mit möglichst großem Plattenabstand -----> Überschlagsfestigkeit
- breite Kupferbahnen als Zuleitungen, großflächig an den Bauteileübergängen (Buchse- Leitung-Kondensatoranschluss) ----> Minimierung der Ohmschen Verluste 
- Formstabilität von Loopschleife und Speiseloop -----> stabiles SWR nach Abstimmung

Details:
 Loopschleife:
- Umfang: 3,50m
Kabeltyp: BELDEN  VENLO HOLLAND 2014 H2000  FLEX SUPER LOW LOSS 50 OHM CABLE
Speiseloop:
- Umfang: 1/5 U Loopschleife
Verbindungen:
2 PL-Buchsen für Abstimmgehäuse
3 PL-Buchsen für Speiseloopgehäuse
Einbaugehäuse: aus dem Elektrohandel, ca.11,5x16x8 cm
Drehkondensator: aus der Bastelkiste mit ca.1mm Plattenabstand, ca. 100 pf mit
Festkondensatoren: Keramik Hochvolt (3-5KV) je 100pf (zur Erhöhung der mögl. Endkapazitat.
Besser wäre natürlich ein Drehko mit höherer Endkapazität, aber nicht vorhanden
Glimmlampe als Resonanzanzeiger
Halterohr: Selfi-Teleskoprohr, Länge 110 cm
Befestigungsmaterial /Schrauben/ Klettmanschetten, Drehknopf aus der Bastelkiste

Erster Eindruck: Antenne lässt sich stabil auf Frequenzen im 40, 30 und 20m Band abstimmen.
Mit SWR < 1:1,5. Dieses bleibt relativ unverändert bei Annäherung der Hand, Erschütterung, Wind. Der metallerne Telekopstab zeigt keinen Einfluß auf die Abstimmung.
Nun ein paar Fotos nach dem Motto: Lass Bilder sprechen!

For wire antennas, the outdoors provides a favorable environment, while indoors a Magnetic Loop antenna may be a better choice.  A well designed loop antenna has the following characteristics:
good selectivity, directivity, good signal-to-noise ratio.
(signal-to-noise ratio), low installation height and space requirements, the ability to penetrate walls (radiation of the magnetic component), and, taking into account the relationships of operating frequency, loop diameter, and radiator thickness on the highbands, a satisfactory efficiency.
The findings from the "H13 Magnetic Loop Project (2019)" were extremely helpful and essential for the self-construction of the following loop antenna.
- rotary air capacitor with as large a plate spacing as possible -----> flashover resistance
- wide copper traces as leads, large area at component transitions (socket-lead-capacitor connection) ----> minimization of ohmic losses
- Shape stability of loop and feed loop -----> stable SWR after tuning

Details:
Loop:
- Circumference: 3.50m
Cable type: BELDEN VENLO HOLLAND 2014 H2000 FLEX SUPER LOW LOSS 50 OHM CABLE
Feed Loop:
- Circumference: 1/5 U loop loop.
Connections:
2 PL sockets for tuning box
3 PL sockets for feed loop housing
mounting case: from the electrical trade, ca.11,5x16x8 cm
variable capacitor: from the tinkering box with ca.1mm plate spacing, ca. 100 pf with
fixed capacitors: ceramic high voltage (3-5KV) each 100pf (toRotary capacitor: from the tinkering box with ca.1mm plate spacing, ca. 100 pf with
Fixed capacitors: ceramic high voltage (3-5KV) per 100pf (to increase the possible final capacitance.
Better would be of course a rotary capacitor with higher final capacitance, but not available.
Glow lamp as resonance indicator
Mounting tube: Selfi telescopic tube, length 110 cm
Mounting material /screws/ velcro sleeves, knob from the tinkering box

First impression: antenna can be tuned stable to frequencies in 40, 30 and 20m band. 
With SWR < 1:1.5. This remains relatively unchanged when approached by hand, vibration, wind. The metal telecopic rod shows no influence on the tuning.
Now a few photos according to the motto: Let pictures speak!

Und sie funktionieren trotzdem!
Über die Effizienz magnetischer Sende- und Empfangs- Loopantennen herrschen  ja allgemein sehr unterschiedliche Meinungen vor, von "völlig unbrauchbar" bis hin zu "gute Alternatve zu den elektrischen Antennen".  Was aber zählt ist der Erfolg beim praktischen Einsatz. Das Foto zeigt den "fliegenden " Aufbau einer meiner homemade Magnetic Loops auf dem Tisch zwischen all den übrigen Geräten. Damit arbeitete ich gestern Abend  (4.Nov. 23, 6.50 p.m.)  "indoors"  W1AW/1 in MA auf 20m mit nur 5 Watt.

Eine optimierte Magnetic-Loop Antenne für den Sende-und Empfangsbetrieb auf den Amateurfunkbändern von 29 bis 14 Mhz (10.1 Mhz) für QRO

Es handelt sich um eine sehr detaillierte Projektbeschreibung zur Planung und Realisierung einer möglichst effektiven Magnetic-Loop Antenne für QRO- Leistung. Nach einer kurzen Würdigung dieser seit Beginn des  Funkzeitalters eingesetzten Antenne und einer näheren Bestimmung der erwünschten Eigenschaften und ihrer Funktionalität, wird die Physik "dahinter" mit  ihren  alles bestimmenden Vorgaben  für Materialauswahl,  Beschaffenheit der Komponenten und ihr Zusammenwirken geklärt. Somit war es möglich, viele Optimierungen in die Planung und die praktische Aufbauphase einzubringen, was zu einem  überzeugenden  Resultat führte.  

Meine neue  MagLoop

Entspannt QRP funken:
mit nur 3 Watt auf 20m mit OM Gordon GI3POS (ebenfalls QRP) am 1. Sept.
 S 599 R 599
und mit IZ2XAO, OM Luca auf 

30 m am 31. Aug. S 589 R 559
Eine detaillierte Aufbaubeschreibung
zu  dieser Antenne ist hier im Download verfügbar.

Der online MagLoop Antenna Calculator von OM Miguel VK3CPU (https://miguelvaca.github.io) gibt nach Eingabe der üblichen technisch-konstruktiven Parameter (Leiter- und  Loopdurchmesser, Material, zugeführte Leistung, Betriebsfrequenzen...)  anschaulich und umfassend kalkulierte Prognosen über die zu erwartenden physikalischen Größen (wie Kapazitäten, Induktivitäten, Verlustwiderstände, Bandbreiten , Wirkungsgrad etc.)  für meine neu konstruierte MagLoop.

Zweiter Teil : Eine portable Variante zur "optimierten" Magnetic-Loop Antenne

Die optimierte Magnetic-Loop antenne wird portabel:

Modifizierte  LOOP Verschraubung ermöglicht Backpacking!

Lange Zeit habe ich nach einer "Portabellösung" für meine optimierte MagLoop gesucht: Eine schraub- oder steckbare Loopbefestigung am Abstimmgehäuse! Das Problem war, wie in meiner ausführlichen Projektbeschreibung dargelegt, der große Querschnitt des verwendeten Loopkabels Cellflex LCF 12-50 JFN von 16,2 mm, zu groß für eine Verschraubung mit den sonst üblichen PL (UHF) Steckern.
Schließlich die spontane Eingebung: Warum nicht auch hier mit dem PL(UHF) Schraubengewinde experimentieren? Um es vorweg zu nehmen:  Wir benötigen als Material je 2 PL 259 Doppelstecker S 105 und zwei der üblichen PL (UHF) Einbaubuchse, entweder 4 Loch Flansch S 106 oder als Zentralbefestigung S S 107.

Allerdings muss auch hier ein wenig getrixt werden: Die dafür notwendigen Arbeitsschritte sind im Anschluss in Form einer Bilderreihe nachzuvollziehen.


Dann passt alles ineinander.
 Das präparierte Endstück meiner Cellflex LCF Schleife kann mit Hilfe einer Kombizange mit viel Kraft in den Verbinder PL 259 Doppelstecker S 105 eingeschraubt werden, und auch die elektrische Verbindung der Loop ist gegeben,  da die als "Knautschzone" präparierte Kupferummantelung beim kräftigen Einschrauben des Kabels bis zum Anschlag fest an das Innere des Verbinders angedrückt wird. (Kontakt unbedingt mit einem
Durchgangsprüfer kontrollieren!) Insgesamt ergibt sich eine sehr feste Verbindung zwischen Loop und Doppelstecker. Und unbedingt beim Betrieb der so modifizierten Magnetic Loop Antenne daran denken, dass nun die volle Spannung von mehreren Tausend Volt !!! an den beiden Verschraubungen anliegt und  eine Berührung  unbedingt zu vermeiden ist. Es empfiehlt sich, die beiden Verschraubungen mit einer geeigneten Maßnahme zu isolieren. Man könnte beispielsweise zwei kurze Stücke Kunststoffrohr für Elektrokabel  aufschieben oder ganz einfach Isolierband  nehmen.

DIY Halbautomatische Morsetasten

Two different replica of a vibroplex bug model


Auf den Bildern oben und unten sind zwei verschiedene Nachbildungen eines Vibroplex-Knopfes zu sehen.
Der Weg dorthin war nicht einfach. Zuerst muss man verstehen, wie solche Tasten funktionieren, wie alle Teile zusammenwirken. Dann muss man sich darüber im Klaren sein, welche Arbeitsschritte für den Nachbau notwendig sind und welche handwerklichen Fähigkeiten der Nachbauer mitbringen muss. Und schließlich gilt es, die geeigneten Materialien und das notwendige Werkzeug zu beschaffen, wobei neben den bereits im Bastelkeller vorhandenen einfachen Bearbeitungswerkzeugen die Anschaffung eines halbwegs tauglichen Bohrständers für die vorhandene Bohrmaschine den größten finanziellen Posten ausmacht. Nicht zu vergessen: Die besten Tipps und Hilfestellungen zur Metallbearbeitung, wie z.B. das zentrierte Bohren in die Stehbolzen oder das rechtwinklige Planschleifen, kamen von Youtubern aus dem Internet. Mit viel Fleiß und Sorgfalt entstanden die hier gezeigten handgefertigten Morsetasten. 
Die ersten Kreationen offenbaren noch meine drei bis dahin ungelösten Hauptprobleme beim Bau der Tasten:
Wie bekomme ich eine formschöne, aber gleichzeitig feste Verbindung der Schwingfeder mit dem Schwingarm?
Wie oder woher bekomme ich eine funktionsfähige Punktfeder?
Wie oder woher bekomme ich die Silberkontakte?
Erste Versuche, das verwendete Sägeblattteil zu durchbohren, um es vernieten zu können, schlugen fehl. Selbst das Bohren mit hochwertigen Titanbohrern war unmöglich: Nach einem Loch waren auch diese stumpf!
Die Lösung mit Quetschhülsen aus Aluminium (aus dem Campingbereich) funktionierte zwar, sah aber klobig und unansehnlich nach Bastelei aus.
Erst durch Hinweise in Internetforen wurde mir klar, dass Federstahl nach entsprechender Vorbehandlung sowohl weich- als auch hartgelötet werden kann.

 

Meine Internetrecherche ergab, dass es nirgendwo einen guten Ersatz für die in den Schwingtasten verwendeten Punktfedern gibt. Außer, wenn man sie als Ersatzteil direkt bei Vibroplex kauft oder sie gebraucht auf dem Markt entdeckt.

 Also ist Eigenbau die einzige Option! Aber bekommt man ein passendes Stück Federstahl? Die Idee, ein Blättchen einer Fühlerlehre zu verwenden, verwarf ich wieder. Die Beschreibung der Herstellung einer solchen Feder fand ich im Artikel "THE MYSTERY BUG" von John Dicker, VE3CSJ SKCC 17103 und Gary Johnson, NA6O SKCC 833). Statt der Verwendung eines Fühlerlehre-Blättchens fiel mir noch eine zweite Materialquelle ein, die unbemerkt in meinem Keller lagerte: ein Satz billiger Malerspachteln aus dünnem Federstahl. Beide Quellen sind ideal für eine kostengünstige Produktion der begehrten Dot-Federn. Sie lassen sich problemlos mit einer einfachen Blechschere ausschneiden und in die gewünschte Form biegen.

   Mit Silberlot, Flußmittel und Gasbrenner wird eine "Perle" als Silberkontakt aufgeschmolzen, oder, wenn man zum Perfektionismus neigt, ein entsprechend kurzes Stück 925er /935er Silberdraht mit ca. 3- 4mm Durchmesser (mögl. Bezugsquelle Ebay: Kunsthandwerk) auf ein Federende als Kontakt aufgelötet. Mit ein paar Vorübungen gelingt das Hartlöten immer besser.

The pictures above and below show two different replicas of a Vibroplex bug key.

The way to get there was not easy. First you have to understand how such keys work, how all parts interact. Then you have to be clear about what steps are necessary for the replica and what craftsmanship skills the replicator must have. And finally, it is necessary to procure the appropriate materials and the necessary tools, where, in addition to the simple machining tools already available in the tinkering basement, the purchase of a suitable drill stand for the existing drill press is the largest financial item. Not to be forgotten: The best tips and assistance for metalworking, such as centered drilling in the studs or right-angle face grinding, came from Youtubers on the Internet. With much diligence and care, the handmade Morse keys shown here were created. 
The first creations still reveal my three until then unsolved main problems in the construction of the keys:
How do I get a shapely, but at the same time firm connection of the oscillating spring to the oscillating arm?
How or where do I get a functional point spring?
How or where do I get the silver contacts?
My attempts to drill through the saw blade part to be able to rivet it failed. Even drilling with high-quality titanium drills was impossible: after one hole, even these were blunt!
The solution with crimping sleeves made of aluminum (from the camping area) worked, but looked clunky and unsightly tinkering.
It was only through advice on Internet forums that I realized that spring steel can be both soft and hard soldered after appropriate pretreatment. My internet research revealed that there is no good replacement anywhere for the point springs used in the vibrating keys. Unless you buy them as spare parts directly from Vibroplex or discover them used on the market.
 So homebrewing is the only option! But can you get a suitable piece of spring steel? The idea to use a leaf of a feeler gauge I discarded. I found a description of how to make such a spring in the article "THE MYSTERY BUG" by John Dicker, VE3CSJ SKCC 17103 and Gary Johnson, NA6O SKCC 833). Instead of using a feeler gauge sheet, I thought of a second source of material that was stored unnoticed in my basement: a set of cheap painter's spatulas made of thin spring steel. Both sources are ideal for inexpensive production of the coveted dot springs. They can be easily cut out with simple tin snips and bent into the desired shape.
   With silver solder, flux and a gas burner, a "bead" is melted on as a silver contact, or, if you are inclined to perfectionism, an appropriately short piece of 925 /935 silver wire with a diameter of approx. 3- 4mm (possible source of supply Ebay: Kunsthandwerk) is soldered onto the end of a feather as a contact. With some practice the soldering becomes more and more successful.



  

very nice hand crafted semi-automatic bug clone
semi automatic BUG key by DK5EI

Mein altes Logo mit altem Rufzeichen:

Simplizität und Eleganz:

semi-automatic morse keys

handcrafted by DL8ABH
-unverkäuflich
-Nachbau willkommen!

DL8ABH' S Logo for his handmade DIY semi-automatic morse keys
Single Lever Bug Key handmade by DK5EI

Single Lever Bug Key

Double Lever BUG key hand made by DK5EI

Double Lever Key



Amateurfunk DIY-Projekt - Schlackertaste selbst gebaut

von DK5EI


1. die Idee

Der Markt bietet dem heute CW-aktiven Funkamateur ein ständig wachsendes Angebot an elektronisch unterstützten Morsegerätschaften, wie EL-Bugs mit und ohne Sensortasten, Keyerelektronik mit und ohne Speicher oder "Papageifunktion", vollautomatische Kontest-Keyboards usw. ....... Wer folglich der Meinung ist,  für die über Jahrzehnte bewährten  traditionellen Gebevorrichtungen, wie Handtaste oder die semi-, und vollautomatischen  mechanischen Tasten wäre kein Platz mehr im Shack, der irrt gewaltig!
Alte Tasten finden, wie z.B. Ebay zeigt, gerade jetzt wieder zunehmend ihre Käufer, und das für zum Teil recht stattliche Summen. Und das Angebot an neuen konventionellen Hubtasten und (Vibroplex-) Bugs sowohl  der noch verbliebenenen Traditionsmarken, wie auch vieler neu gegründeter Marken, ist auf jeden Fall üppig.

Einige unter uns finden jedoch einen besonderen Reiz im Selbstbau von Afu-Gerätschaften: Sei es das selbst aufgebaute Transceiver-Kit, das vollständig als "homebrew" konstruierte Antennenanpassgerät,  die selbst geschneiderte Antenne usw.
 Ich denke dabei an den Wahlspruch des verdienten OM Peter Zenker, DL2FI (SK):   "Der Amateurfunk wird wieder wahr, wenn Amateurfunk wird, wie er war." und der damit die Wiederentdeckung des Selbstbaus im Amateurfunk proklamierte.
Warum sollte man da nicht den Selbstbau einer funktionierenden und einsatztauglichen Morsetaste in Angriff nehmen?

2. grundsätzliche Vorüberlegungen
Wozu der Tastenbau?
- Spaß am kreativen Schaffen, Freude am Endprodukt
- Meistern von "kniffligen" Aufgabenstellungen (Konstruktion, Funktion und Design)
- Schaffung einer funktionsfähigen Morsetaste
-sinnvoller Verbrauch von "Rentnerfreizeit"

3. Was beabsichtigt dieser Artikel?
Die folgenden Zeilen sollen die Planungs- und Arbeitsschritte beim  Bau einer  semi-automatischen Morsetaste mit Gebrauchswert im Shack dokumentieren. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine alle Aspekte beinhaltende "Bauanleitung", wie man es beispielsweise von einer Architekten-Bauzeichnung  erwarten würde. Ich dokumentiere hier mein von mir gewähltes Vorgehen beim Aufbau einer solchen Taste. Die Ausführungen sollen Demjenigen Hilfen und Unterstützung  bei der Planung und Realisierung dieses oder eines ähnlichen Tastenselbstbauprojektes geben, der deren bedarf. In vielen Fällen werden ihm dann Lösungsmöglichkeiten  bezüglich Materialwahl, Design- und Konstruktionsfragen  aufgezeigt und langwieriges, lästiges Grübeln bleibt ihm erspart. Aber auch dem kritischen Selbstbauer bieten sich viele Ansatzpunkte für eine intensivere Auseinandersetzung. ........ 


handmade semi-automatic telegraph keyer website: dl8abh.com
very rare japanize bug clone (diy by dl8abh.com)


DIY Projekt  Vollautomatische Schlackertaste mit mechanischer Punkt- /Stricherzeugung - 

"The MelVa Morse Key" by DK5EI (ex DL8ABH)

Eine Fotodokumentation der Entwicklungsstufen - unkommentiert

Aufbaustufe 1

Der Rahmen-the frame

Making a full automatic bug: parts of the frame
Making a full aotomatic bug: frame assembled

Aufbaustufe 2

Drehzapfen (Achsen)- Pivots, mittlerer und seitliche Tastenhebel - lever arms, Stellschrauben, 

Aufbaustufe 3

Stabschwinger und Stahlfeder - vibrator arms , main springs

Aufbaustufe 4

Fingerstücke (finger pieces)- Schwinghebelmontage
 (key partly mounted)

Aufbaustufe 5

Überarbeitung der mechan. Teile, Stellschrauben, Dot- und Dashkontaktbolzen, Dämpfer

Aufbaustufe 6

Kontaktfedern (contact springs), Dot-Dashkontakte, Gewicht, Justierung

The MelVa  fully automatic Bug hand made by DK5EI, former DL8ABH
"The MelVa Morse Key"  hand made by DK5EI (ex DL8ABH)
fully automatic mechanical Bug key  homemade by DL8ABH

Projekt: Monsterloop

Alurohr, 35 mm Stärke, Ring ca 93 cm
Annecke Kondensator, spannungsfest bis 100 Watt.

effektiver Betrieb für 20m, 15m, 10m Frequenzerweiterung mit 200pf für 40m, 100pf für 30m (paralleles Anklemmen)
Koppelschleife kann verformt und in alle Richtungen verdreht werden und ergibt so optimale Impedanzanpassung. Nach Berechnung durch das Mag. Loop Programm von DG0KW beträgt der Wirkungsgrad dieser Antenne immerhin fast 44% bei 20m Bandbetrieb; er nimmt mit sinkender Frequenz schnell stark ab und mit steigender Betriebsfrequenz umgekehrt schnell stark zu.


Das Franzis-Röhrenradio - Ein 6J1-AUDION im Amateurfunk-Style 

von DK5EI

Das "Franzis-Röhrenradio zum Selberbauen" ist schon seit ein paar Jahren auf dem Markt und führt den Bastler zurück in die nostalgische Zeit, als Elektronik Technik mit Röhren bedeutete. Schwärmen Sie auch vom leuchtenden Glimmen der Glaskolben in den Verstärkern und Radios, der Tonqualität, dem vollen Sound - vor allem der Bässe? Auch empfangstechnisch brachten die Röhren bis zu ihrer Ablösung durch den Transistor  Erstaunliches zustande.
Es ist nicht verwunderlich, dass vor ein paar Jahren in der Zeitschrift CQ-DL des DARC ein Artikel zu diesem Franzis- Röhren Kit erschien, der sich mit seinem Schaltungsdesign und seiner Verwendbarkeit als Amateurfunkempfänger beschäftigte und sogar eine Erweiterung zum Zweikreiser schaltungstechnisch beschrieb. Ich suche schon seit längerem einen ganz! einfachen Röhrenempfänger für den QRP-CW- Betrieb in Verbindung mit meinen beiden AC1-Junior QRP- Röhrensenderchen von GlowBug-Kits (s. meine Home-Seite). Die ersten Versuche habe ich bereits unternommen: Das Dekodieren der Gegenstation im QRP-CW QSO wird nicht einfach, aber es müsste gehen! Ich liebe es, zu probieren, was mit minimalistischer Technik machbar ist. Der Aufbau des Audions erfolgte gemäß der Anleitung, nur dass ich in den Abstimmkreis einen zweiten Drehkondensator mit ca. 90 pf als "Bandspreizung" zugeschaltet habe. Der tunebare Frequenzausschnitt ist dadurch stark beschnitten, aber ich bekomme das 40 Afu-Band brauchbar rein. Das originale Radiogehäuse (bedruckte Pappschachtel) musste selbstredend durch eine in der Gründerzeit des Radios beliebte "offene" Variante ersetzt werden.

Generell bitte ich an dieser Stelle einmal um Verständnis, dass ich in meinen Artikeln auf Grund der juristischen Bestimmungen des Copy Rights die Wiedergabe von Schaltungen umgehe. In den meisten Fällen sind die zugrunde liegenden Schaltungen durch meine Quellenverweise leicht im Netz aufzufinden!


verwendete Quellen:
- Kainka, Burkhard: Das Franzis-Röhrenradio zum Selberbauen, Franzis Verlag GmbH, 85540 Haar, 2021

 - Schaltplan des Franzis-Röhrenradios in:
- Kainka, B. u. Lärmer, F.: "Hybrid-Empfänger für KW", in: CQ DL 9-2021




60 Minuten-Kitchen Project:

Effiziente Dx - Kurzwellenantenne 

Text und Fotos: DK5EI

T2LT 10m antenna, made by DK5EI, former DL8ABH

 oben: 10 m Band - T2LT aus einem Stück RG-58


Meine momentane Lieblingsantenne für portablen und mobilen Funkbetrieb ist die T2LT, auch „Sleeve-Antenne" genannt, ein simpler, vertikaler, elektrisch mittengespeister Halbwellen-Dipol mit einer-physisch betrachtet- trickreichen Endspeisung. Ihr einfacher und schneller Nachbau mit wenigen Materialien und ihre überzeugende DX-Performance auf Kurzwelle machen sie zu einem lohnenswerten Bastelprojekt für Newcomer und „alte Funkhasen“. Die T2LT ist in ihren verschiedenen Varianten in der Literatur mannigfach und ausführlich beschrieben, und bei YouTube gibt es dazu eine ganze Reihe gut gemachter Videos, so dass ich auf die Wiedergabe theoretischer Überlegungen zu dieser Antenne verzichten und auf die genannten Quellen verweisen möchte. Meine hier vorgestellten Antennen  beruhen im Wesentlichen auf den in den Videos von Michael, DL2YMR  (YouTube Kanal: DL2YMR- Der AFU-Channel) und Heinz, DL8MH (YouTube Kanal: Heinz- just me) zur T2LT gelieferten Bauvorschlägen und sind nicht Produkte meiner eigenen Kreativität. Schön dass es noch OMs mit Hamspirit gibt, die ihr Wissen und Können mit Anderen teilen. 

Will man das Prinzip der T2LT Antenne für mehrere Bänder nutzen, empfiehlt sich der Aufbau einer T2LT- Multibandantenne. Das spart viele Meter Koaxialkabel und Transportgewicht! Die Idee und der Konstruktionsvorschlag stammen wohl von Heinz, DL8MH. In seinem YouTube Video (s. Link unten) widmet er sich ganz dieser Antennenvariante:
             
Materialien:

Vielleicht finden Sie im Shack noch ein paar Meter RG-58. Damit haben Sie bereits das Grundmaterial.

Weiter benötigt man:

2 PL- (UHF-) Stecker

3 Bananenstecker

einige Meter Litze oder Schaltdraht

ein UHF-Verbindungsstück

ein paar Kabelbinder

eine Lüsterklemme (etwas größer als normal)


Projektziel:
Wir bauen damit einen resonanten Halbwellendipol mit auswechselbarem Strahler für den Mehrbandbetrieb ( hier als Beispiel: für 10, 15, 20 m), der sich an einem Teleskopmast oder „frei“ hängend an einem Ast oder sonstigem Aufhängepunkt betreiben lässt. Aber auch eine horizontale Verspannung, z. B. auf dem Dachboden als "unsichtbare" Stealth Antenna sollte gut funktionieren. Das Problem mit dem Gegengewicht bei anderen Antennentypen wäre jedenfalls per se gelöst!
 

Ablängen des Koaxkabels: 

Die benötigte Koaxkabellänge errechnet sich aus:
 1. Anschlusskabelstück (mit Stecker) +
 2. Choke/ Mantelwellensperre (10 Wdgn. mit ~10 cm Durchmesser) +
3. Lambda/4 Stück (= unterer Dipolschenkel)
 --->

ad 1. Das Anschlusskabel könnte 0,30 m betragen +
ad 2. Für den Choke sind ca. 3,25 m Koaxkabel nötig +
ad 3. Um den Mehrbandbetrieb (durch Verändern der Strahlerkabellänge und Austausch der zweiten Strahlerhälfte (Antennenlitze) zu ermöglichen, dimensionieren wir die Koaxialkabellänge entsprechend der größten Wellenlänge, hier: 20 m Band: Lambda/4 =5,03 m
---->
Arbeitsschritte:
1. 8,60 m werden abgelängt, das Kabelstück beidseitig mit je einem UHF-Stecker versehen. 

 2. Wir messen von einem Ende des Koaxkabels die Lambda/4 Strahlerlängen für das 20 m Band 

   (= 5,03 m), das 15 m  (=3,36 m) und 10 m Band (=2,47 m) ab und markieren gut sichtbar die Strahlerenden bzw. deren  unmittelbaren Übergang in den Choke.

3.  Für das 20 m Band rollen wir das Kabel möglichst sorgfältig zu einer Spule mit ca. 10 cm Durchmesser und 10 Windungen auf und stabilisieren die Spule mit einem oder zwei wiederverschließbaren Kabelbindern oder Klettbändern. Es sollten ca. 30 cm als Anschlusskabel übrig bleiben.

4.  Wir schneiden die oberen, steckbaren Dipolschenkel = Lambda/4 Stücke ( ( 5,03 m + 10 cm Sicherheit) von der Litze/ dem Draht zurecht und befestigen daran jeweils einen Bananenstecker. Auf den PL-Stecker des Koaxialkabels schrauben wir einen PL-Verbinder. Dieser dient zur mechanisch stabilen Aufnahme des Bananensteckers mit Strahler. 

5.  Das obere Ende des Strahlers wird als Schleife durch die Lüsterklemme gesteckt. 

Somit ist der Abgleich der Antennenlänge durch Verschieben der Schlaufe möglich und auch eine Aufhängemöglichkeit der Antenne geschaffen.

6. Fertig ist die "Multibandantenne", die sich durch Verlängern oder Verkürzen  des Koaxialkabelabschnittes entsprechend der Bandmarkierungen nach Auflösen und Neuwickeln der Mantelwellensperre und Auswechseln des oberen Strahlerteils auf beliebige Bänder zwischen 20 und 10 m abstimmen lässt. Dabei ändert sich selbstverständlich die Länge des Zuleitungsstückes: Von 20 - 30 cm bei der 20 m Band Einstellung wächst die Länge der Zuleitung bis auf über 4 m beim 10 m Band an. 

Dimensionierung der Luftspule -Gleichtaktdrossel nach G3TXQ 

Wie bereits erwähnt, im Netz findet man sehr, sehr viele Bauvorschläge für die T2LT Antenne. Verwirrend ist aber, dass gerade bei der Dimensionierung der Gleichtaktdrosseln (Durchmesser, Windungszahl) eine Beliebigkeit vorzuherrschen scheint. Das macht es dem Antennenbauer nicht gerade leicht, das Richtige aus diesem „Angabendschungel“ heraus zu fischen. Wie sind die erforderlichen Gleichtaktdrosseln der T2LT zu dimensionieren? 


Hilfe bringt die Tabelle von G3TXQ 

( http://www.karinya.net/g3txq/chokes/): 


Aus ihr lassen sich die folgende Windungszahlen für RG-58 Luftspulen mit einem Durchmesser von 4,24'' ~10,8 cm herauslesen: 


AFU-Band                  Windungen (d = 4.25'') 

20 m         ---------------->        10 (-15) 

17 m         ----------------->       10 

15 m         ----------------->         7 

12 m         ----------------->         7 (-5) 

10 m         ----------------->         5 



Beim Bandwechsel müssen die Windungen der Luftspule unserer „Multiband“ T2LT verändert werden. 


Anmerkung:  Für den Betrieb als 20m Band Antenne ist der Halbwellendipol  für den Portabelmastbetrieb schon (fast) zu lang. Abhilfe könnte einmal das spiralförmige Aufwickeln der Antenne um den Teleskopmast bringen, sie wird dadurch um Etliches kürzer.
 Eine weitere Idee wäre der Betrieb dieser Antenne als eine sog. "UP and Outer":  Eine Dipolhälfte wird am Teletower befestigt, die andere Dipolhälfte wird in ein bis 2 Metern Höhe im rechten Winkel parallel zum Boden  gespannt. Damit wäre auch eine 40 m Band Variante  an einem 10 m Mast  praktikabel.
Inwieweit sich diese Aufbauform positiv oder negativ auf die  Effektivität dieser Antenne auswirkt, wäre noch zu untersuchen.

ausgewählte YouTube videos zur T2LT Antenne:

https://youtu.be/cBv69N8NLGA
https://youtu.be/g4sYTyzb3lw
https://youtu.be/g4sYTyzb3lw
https://youtu.be/J0vcJrPZWVU

https://youtu.be/5fr_R3KO6NY
 




Das Ende des "unteren"  Dipolschenkels
 mit PL-Stecker+ PL-Verbinder+ 
Bananenstecker mit oberen Strahler

das obere Strahlerende

die koaxiale Gleichtaktdrossel
für 20 m Betrieb (10 Windungen)-

kurzes Anschlusskabel

T2LT Multi Band Koax Antenna made by DK5EI (ex DL8ABH)

10 m Betrieb: 
5 Windungen, sehr langes Anschlusskabel